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Das Stadttheater Kaufbeuren

Das Programm des Stadttheaters setzt sich aus Gastspielen verschiedener Profiensembles aus dem Bereich Musik und Theater und Aufführungen der örtlichen Amateurgruppen zusammen.


Die Geschichte des bürgerlichen Theaterspiels in Kaufbeuren

Im Jahre 1802 löst sich die "Bürgerliche Agentengesellschaft A.C." auf und das jahrhundertelang als Theaterspielstätte genutzte Tanzhaus (1570 erstmals als Aufführungsort erwähnt) in der Kaiser-Max-Straße wird abgebrochen. Doch 30 Kaufbeurer Bürger retten durch die Gründung der "Dramatischen Liebhabergesellschaft" 1804 den Kaufbeurer Theatergeist auch ins 19. Jahrhundert hinüber.

Stadttheater Kaufbeuren

1805

Allein in den Jahren 1805 bis 1826 werden im neu eingerichteten Stadttheater 181 Stücke aufgeführt.

1932

Bis 1932 wächst die Zahl der Theatergemeinde auf stolze 210 Mitglieder an.

1939

Zwischen den Jahren 1939 und 1945 ruht der Spielbetrieb und das Theater bleibt geschlossen. Jedoch schon 1946 wird das Stadttheater Kaufbeuren als eines der ersten Häuser im Nachkriegsdeutschland wiedereröffnet. 

1949

In den Nachkriegsjahren gründet sich die „Schwäbische Landesbühne“ mit immerhin 35 Ensemble- und Orchestermitgliedern. Dabei handelt es sich um ein Tourneetheater mit Sitz in Kaufbeuren. 1949 verschwindet der Intendant mitsamt der Kasse und die meisten der nunmehr arbeitslosen Künstler verlassen Kaufbeuren. 

1957

Von 1957 bis heute blüht das bürgerliche Theaterspiel in Kaufbeuren wieder. Zahlreiche Laienspielgruppen werden aktiv und machen das Kaufbeurer Theaterleben und das Stadttheater zu einem lebendigen, bunten Ort.

2013

Die Theaterlandschaften Kaufbeuren werden gegründet. Diese Initiative besteht aus zehn Kaufbeurer Theatervereinen und -institutionen mit dem gemeinsamen Ziel, die Theaterarbeit in Kaufbeuren besser zu vernetzen und zu professionalisieren. In diesem Jahr erreicht die Zuschauerzahl von fast 15.000 Gästen den bisherigen Höhepunkt.

Stadttheater Kaufbeuren

 

Das Gebäude

1804

Etwa 30 Kaufbeurer Bürger gründen die „Dramatische Liebhabergesellschaft“. Sie erwerben das ehemalige Gerätehaus/Salzstadel im Rosental und bauen es innerhalb eines knappen Jahres zum Theater um. Die Kosten belaufen sich auf über 8.000 Gulden. 

1805

Das umgebaute Stadttheater wird am am 26. Dezember 1805 eingeweiht.

1832

Da die „Dramatische Gesellschaft“ zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten gerät, erwerben drei Kaufbeurer Bürger, Christoph Friedrich Heinzelmann, Georg Jakob Wagenseil und Christoph Daniel Walch, das Theater am 25. Mai 1832.

1862

Nach dem Tod von zweien der Besitzer wird das Gebäude 1847 der Stadt Kaufbeuren angeboten. Doch die Regierung befürchtet politische Agitation und Aufruhr und so darf die Stadt erst am 14. Oktober 1862 das Gebäude mit Genehmigung des Königreichs Bayern für 1800 Gulden erwerben, unter der Bedingung, dass es als städtisches Theater erhalten bleibt. 

1904

Zwischen 1904 und 1906 bleibt das Theater wegen Umbauten geschlossen.

1970

1970 bis 1971 wird das Stadttheater von Grund auf saniert. Im Zuge der Rathaussanierung kommt es zum Anbau eines neuen Theaterfoyers mit Treppenhaus und Zugang zum Rathaus.

2014

Die Foyersanierung geht soweit, dass auch der Eingangsbereich neu gestaltet und deutlich vergrößert wird. Auch die Fassade oberhalb des neuen Einganges bekommt einen neuen Anstrich und eine zeitgemäße Optik.

Stadttheater Kaufbeuren

 

Die Innenausstattung 

1805

Das Theater hat zum Rosental hin noch Fenster, so dass Tageslicht, Öllampen und Kerzen für die nötige Helligkeit im Zuschauerraum und auf der Bühne sorgen.

1866

Von 1866 bis 1868 wird das Theater renoviert und bekommt Logen, Galerien und Gasbeleuchtung.

1924

Die unbequemen Holzbänke werden gegen moderne Klappsessel ausgetauscht, die Sitze wie auch der gesamte Theaterraum haben nun die Farbe Rot. 

Im Theater werden eine elektrische Beleuchtung und eine Zentralheizung installiert.

1960

Der Orchestergraben wird durch eine Brandschutzmauer von der Garderobe abgetrennt.

1970

Von 1970 bis 1971 wird das Stadttheater von Grund auf saniert. Im Zuge der Rathaussanierung kommt es zum Anbau eines neuen Theaterfoyers mit Treppenhaus und Zugang zum Rathaus.

1971

Die Firma Swarovski stiftet zur Renovierung einen Lüster im Wert von 15.000 DM. Er besteht aus 20.134 Einzelteilen, ist 160 cm hoch, hat einen Durchmesser von 150 cm und wiegt 87 kg. Den Behang bilden 7.160 Swarovski-Strasssteine.

2014

Von August 2014 bis Oktober 2015 bleibt das Stadttheater geschlossen, weil das Foyer umfassend renoviert und modernisiert wird.

 

Bühne und Bühnentechnik

1805

Die heutige Holzdecke über der Bühne gibt es noch nicht. Der Schnürboden erstreckt sich bis in den Dachspitz, so dass die Kulissenteile für den Zuschauer unsichtbar im Dach verschwinden. Die Erstausstattung bietet auch eine Versenkeinrichtung neben dem Souffleusen Kasten.

Der Orchestergraben bietet Platz für 30 Musiker. Der Schmuckvorhang des Münchner Hoftheatermalers Josef Hungermüller (1777-1820) wird installiert.

1924

Die ersten Scheinwerfer zur Beleuchtung der Bühne werden eingebaut. 

1960

Zwischen 1960 und 1971 werden wichtige Sanierungen und Modernisierungen durchgeführt. Die technische Ausrüstung wird durch weitere Scheinwerfer verbessert. Der Schnürboden wird aufgegeben. Einzig die Seile des Schmuckvorhangs werden heute noch genauso geführt wie 1805.

Im Orchestergraben wird ein blecherner Lüftungskanal installiert, der die weitere Nutzung fast völlig verhindert. Abgedeckt dient der Orchestergraben daraufhin als Vorbühne.

Der bis dahin schräge Bühnenboden wird abgeflacht und der wertvolle Theatervorhang wiederentdeckt und restauriert.

2011

Die Züge über der Bühne und die Aufhängung des Lüsters werden auf einen neuen technischen Stand gebracht.

2013

Das nunmehr über 15 Jahre alte Lichtsteuerpult wird durch eine zeitgemäße Theaterkonsole ersetzt.

Stadttheater Kaufbeuren

 

Historische Technik

Alte Zuganlage im Dachspitz

Die heutige Holzdecke über der Bühne gab es früher nicht. Der Schnürboden erstreckte sich bis in den Dachspitz, sodass die Kulissenteile für den Zuschauer unsichtbar im Dach verschwanden.

Verschiedene Beschläge und Teile der Zuganlage, wie etwa die alten Holzrollen, sind heute noch zu sehen.

Stadttheater Kaufbeuren - Holzrollen

 

Kronleuchterwinde

Die hier abgebildete alte Winde auf dem Dachboden diente der Befestigung des Kronleuchters. An der Windentrommel ist ein Haken montiert, an dem ein Hanfseil eingehängt wurde, damit es beim Aufrollen nicht wegrutschen konnte. Später wurde hier ein Drahtseil verwendet, welches eindeutige Spuren auf der hölzernen Windentrommel hinterlassen hat. Ein selbstständiges Abrollen wurde mit einem metallenen Mechanismus verhindert.

Das Herstellungs- oder Einbaudatum ist leider nicht bekannt. Die neue Winde wurde 2001 hergestellt, so dass man vermuten kann, dass die alte Winde bis zu diesem Jahr in Betrieb war.

Stadtttheater Kaufbeuren - Kronleuchterwinde

 

Historische Windmaschine

Hier handelt es sich um einen Dachbodenfund unbekannten Baujahres. Die Maschine erzeugt durch die Reibung des Tuches an den Holzstäben der Holztrommel Windgeräusche. Der Ton verändert sich mit der Drehgeschwindigkeit, so dass vom lauen Frühlingswind bis zum Gewittersturm jede Stimmung erzeugt werden kann.

Tatsächlich kam die Maschine noch im Jahre 2013 in einer Produktion der Spätzünder („Die Rätsel der Südsee“) zum Einsatz.

Stadttheater Kaufbeuren - Windmaschine


Fotos 1 bis 5: Ralph Maresch, Obergünzburg | Fotos 6 bis 8: Roland Hank, Kaufbeuren


» Mietanfragen und technische Details beantwortet die Stadt Kaufbeuren - Klicken Sie hier

Stadttheater Kaufbeuren
Rosental 8
87600 Kaufbeuren