Hl. Crescentia - Der Weg zur Heiligsprechung

Hl. Crescentia von Kaufbeuren

"...alle gehen getröstet von ihr." Die Kaufbeurer Franziskanerin Maria Crescentia Höß ist die erste deutsche Heilige des dritten Jahrtausends. Durch ihre Heiligsprechung am 25. November 2001 in Rom wird sie der gesamten katholischen Kirche als Vorbild und hilfreiche Fürsprecherin empfohlen.


Seligsprechung im Jahr 1900

Es hat lange gedauert, bis es so weit war. Unmittelbar nach ihrem Tod am 5. April 1744 setzte die Wallfahrt zu ihrem Grab in der Kaufbeurer Klosterkirche ein. Von 60.000 bis 70.000 Wallfahrern jährlich berichtet die Klosterchronik. Bereits 1775 wurde der Seligsprechungsprozess eröffnet. Er dauerte allerdings sehr lange, weil die Wirren der Säkularisation dazwischen kamen. Erst am 7. Oktober 1900 sprach Papst Leo XIII. Crescentia von Kaufbeuren selig.

Zahlreiche Gebetserhörungen und ein unablässiger Strom von Gläubigen veranlassten Kloster und Diözese, sich um die Heiligsprechung zu bemühen. Am 10. Juni 1998 eröffnete der Diözesanbischof Dr. Viktor Josef Dammertz einen kanonischen Prozess für die Heiligsprechung, den der Vizepostulator Dr. Karl Pörnbacher aus Sachsenried und der Postulator Dr. Andrea Ambrosi aus Rom, vorbereitet hatten.


Gebetserhörung und ein Wunder

Untersucht werden sollte eine Gebetserhörung für ein Mädchen, das nach einem Badeunfall im Juni 1986, bei dem sie 35 bis 45 Minuten unter Wasser gelegen hatte, reanimiert werden konnte und vollkommen gesund wurde. Die Angehörigen sind davon überzeugt, dass die Heilung der Fürsprache der heiligen Crescentia zuzuschreiben ist. Eine Kommission von fünf medizinischen Sachverständigen stellte nach eingehender Prüfung fest, dass diese Heilung nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft nicht zu erklären ist.


Heiligsprechung im Jahr 2001

Eine Kommission von sieben Theologen diskutierte am 7. April 2000 das Verfahren auf der Grundlage der Prozessakten und gelangte einstimmig zum gleichen Ergebnis. Schließlich tagten als drittes Gremium am 3. Oktober 2000 15 Kardinäle und Erzbischöfe, Mitglieder der Kongregation für die Heiligsprechung, und votierten ebenfalls einstimmig für die Heiligsprechung. Am 18. Dezember 2000 verkündete Papst Johannes Paul II. das entsprechende Dekret während einer feierlichen Veranstaltung im Vatikan.

Crescentia von Kaufbeuren wurde am 25. November 2001 in Rom von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.


Seelenführerin für viele Menschen

Crescentia wurde heiliggesprochen als eine Frau, die Vorbild ist für die Verwirklichung christlichen Lebens im Alltag, mit Mut, Tatkraft und Sinn für das Machbare. Als Klosterschwester, die bereits vor langer Zeit den Geist der Ökumene lebte und als Vorbild für das Mitwirken der Frauen in der Kirche. Für viele Menschen wurde sie zur hilfreichen, wegweisenden Seelenführerin.

Crescentiakloster
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