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Hl. Crescentia - Ihr weltliches und geistliches Leben

Hl. Crescentia von Kaufbeuren

Als Tochter des Webers Mathias Höß und seiner Frau Luzia wurde Anna, so ihr Taufname, am 20. Oktober 1682 in der Neuen Gasse zu Kaufbeuren geboren. Da ihre Familie arm war und die notwendige Mitgift nicht aufbringen konnte, gelang es Anna nur durch Vermittlung des evangelischen Bürgermeisters, in das Kloster der Franziskanerinnen aufgenommen zu werden.


Ab 1741 Oberin des Klosters

Nach strengen Gehorsamsübungen, die sie willig erfüllte, übernahm Crescentia, wie sie nach der Aufnahme in den Orden hieß, wichtige Aufgaben im Kloster und wurde schließlich 1741 zur Oberin gewählt. Sie führte die Gemeinschaft mit Tatkraft und Umsicht.

Mit dem Tod von Crescentia Höß am 5. April 1744, einem Ostersonntag, setzte ein unablässiger Strom von Pilgern ein, der Kaufbeuren für lange Zeit zu einem Mittelpunkt des religiösen Lebens in Schwaben und weit darüber hinaus machte. Bis zu siebzigtausend Menschen kamen in manchen Jahren, um am Grab der als heilig verehrten Schwester Crescentia zu beten.


Seligsprechung 1900 - Heiligsprechung 2001

Tausende von Votivgaben zeugen vom Vertrauen der Wallfahrer, die durch die Fürsprache Crescentias Hilfe erhofften oder erhalten hatten. Ihre Seligsprechung am 7. Oktober 1900 war für viele Gläubige bereits ein Anlass zur großen Freude. Ihre Heiligsprechung am 25. November 2001 ist eine Bestätigung ihrer bis heute anhaltenden Verehrung in der gesamten Weltkirche.


Sie war allzeit fröhlich und vergnügt...

Als Oberin war Crescentia darauf bedacht, dass die Ordensregeln eingehalten wurden, wobei sie an sich selbst die strengsten Maßstäbe anlegte. Ebenso wichtig war ihr aber das verständnisvolle Miteinander in der Gemeinschaft. Freude und Fröhlichkeit sollten im Kloster herrschen.

Grundlage ihrer Frömmigkeit war die Übereinstimmung mit dem Willen Gottes. Einer Schwester im Dillinger Franziskanerinnenkloster schrieb sie: "Lassen Sie sich nur das befohlen sein, dass Sie allezeit mit dem göttlichen Willen zufrieden sind. Dieses ist es, was uns das Leben allezeit ganz fröhlich und vergnügt machen kann."

Crescentia besaß auch einen beachtlichen wirtschaftlichen Sachverstand. Sie führte das Kloster so erfolgreich, dass dessen materielle Existenz für lange Zeit gesichert war und für die sozialen Aufgaben der Schwestern noch Geld erübrigt werden konnte. Crescentia war eine starke und lebenskluge Frau, die vielen Menschen als Vorbild diente und deren Ruf sich rasch ausbreitete.


...und eine kluge Ratgeberin

Viele Menschen von nah und fern kamen, um ihren Rat einzuholen. Sie schätzten ihr kritisches Urteilsvermögen und ihre klare Sicht ebenso wie ihre außerordentliche Fähigkeit, sich in Gesprächspartner einzufühlen. Neben den persönlichen Gesprächen, "in denen sie die Wahrheit besser sagen konnte als ein Beichtvater", wie Kurfürst Clemens August feststellte, stand sie mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit in Briefkontakt, darunter über 70 Fürstlichkeiten.

Die bayerische Kurfürstin Maria Amalia gehörte ebenso dazu wie Kurfürst Clemens August von Köln oder der Fürstabt von Kempten. "Die Briefe spiegeln eine gescheite, lebenskluge Frau mit gesundem Menschenverstand, welche die Fähigkeit besaß, Probleme rasch zu erkennen und sie zweckmäßig und vernünftig zu lösen."

Stationen ihres Lebens

1682

Am 20. Oktober wird Anna (Crescentias Taufname) Höß als sechstes von acht Kindern der Eheleute Mathias und Luzia Höß in der Neuen Gasse in Kaufbeuren geboren.

1703

Am 17. Juni wird Anna Höß in das Kaufbeurer Franziskanerinnenkloster aufgenommen und erhält den Klosternamen Crescentia, das heißt "Die Wachsende"

1704

Am 18. Juni legt Crescentia die ewigen Gelübde der persönlichen Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams ab.

1710

Crescentia erhält die Ämter der Klosterpförtnerin und der Krankenschwester.

1717

Crescentia wird Novizenmeisterin.

1741

Am 23. Juni wird Crescentia einstimmig zur Nachfolgerin der am 20. Juni verstorbenen Oberin Johanna Altwöger gewählt.

1744

Crescentia stirbt am Ostersonntag, den 5. April, um Mitternacht.

1900

Papst Leo XIII. spricht Crescentia am 7. Oktober selig.

2001

Papst Johannes Paul II. spricht Crescentia am 25. November heilig.

Quelle: Gedenkstätte im Crescentiakloster

Crescentiakloster
Obstmarkt 5
87600 Kaufbeuren

Tel.:
08341 907-0 08341 907-0
Fax: 08341 907-102

Öffnungszeiten der Klosterpforte

Montag bis Freitag von 8:00 bis 11:15 und von 14:00 bis 17:00 Uhr - Samstag von 8:30 bis 11:15 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr - Sonn- und Feiertag von 14:00 bis 16:00 Uhr - Am 2. Wochenende im Monat ist die Klosterpforte am Samstag und Sonntag geschlossen