Das Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu

Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu
Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu
Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu
Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu
Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu
Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu

Das Feuerwehrmuseum hat eine neue Bleibe. Seit Ende Juni 2017 befindet es sich Am Bleichanger 50 im Gewerbepark Momm.

Geöffnet ist es von März bis Anfang Dezember jeweils

  • am ersten Samstag von 10 bis 14 Uhr
  • am zweiten und vierten Mittwoch von 18 bis 20 Uhr
  • und am dritten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr

Das Museum im Netz unter www.fwm-kf-oal.de 


Ein langer Weg zum neuen Museum

Begonnen hat alles 1986. Da begannen begeisterte Feuerwehrmänner alte Exponate zu sammeln. An die 1000 Objekte haben sie zusammengetragen und in einem ehemaligen Mühlengebäude abgestellt. Nur 300 qm Fläche standen ihnen hierfür zur Verfügung. Im Jahre 1996 wurde eine provisorische Ausstellung in der Spittelmühle eröffnet. Es war eng, wenig Platz aber man konnte etwas vorweisen, jedoch konnten die Großfahrzeuge aus Platzgründen nicht ausgestellt werden.

Nach jahrelanger Suche nach geeigneten Museumsräumen gelang Mitte 2015 der Durchbruch. Mit Unterstützung der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises Ostallgäu konnte auf dem Fabrikareal der ehemaligen Spinnerei und Weberei Momm ein geeignetes Gebäude angemietet werden. Nach nur 14-monatiger Umbauphase und über 10.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurde aus dem alten Backsteingebäude ein stattliches Museum.

Die Ausstellung zeigt einen Streifzug durch die Feuerwehrgeschichte im Allgäu-schwäbischen Raum unter dem Motto "Feuerwehr, eine Symbiose aus Mensch und Technik".

Die ganze Bandbreite der Feuerwehr

Die Ausstellungshalle im Erdgeschoss stellt die Fahrzeugentwicklung der Feuerwehren in der Stadt und auf dem Land gegenüber. Sämtliche Fahrzeuge in diesem Ausstellungsbereich sind noch fahrbereit. Zeitzeugenberichte auf Texttafeln und Videostationen lassen dem Besucher die Arbeit der Feuerwehr hautnah nachempfinden.

Das Thema Werksfeuerwehr rundet die Ausstellung im Erdgeschoss ab. Es liegt nichts näher in dem historischen Fabrikbau dieses Thema zu präsentieren, da man nach dem Konkurs der Spinnerei und Weberei die ehemaligen Fahrzeuge der Werkfeuerwehr übernehmen konnte. Ein besonderer Hingucker ist hier eine hölzerne Drehleiter der Fa. Magirus aus dem Jahr 1929, die bis in die 1970er Jahre im Einsatz war. Auf einer Galerie im Erdgeschoss ist die Entwicklung von der Handdruckspritze zur Tragkraftspritzen ausgestellt.

Auf dem Weg in das erste Obergeschoss der Ausstellung, beginnt für den Besucher eine Zeitreise. Angefangen 2017 mit der Eröffnung des Museums zurück bis in den 30-jährigen Krieg zeigen verschiedene Bildtafeln Meilensteine in der Feuerwehrgeschichte und allgemeinen Geschichte.

Realistische Darstellungen

Der erste Blick fällt auf die lebensgroßen Figuren, die mit einer Eimerkette einen Brand löschen. Das Thema "Feuer - Segen und Fluch der Menschheit" thematisiert die verschiedensten Bräuche bei Feuersgefahr. Begibt sich der Besucher durch das Stadttor, steht er mitten in einer Einsatzszene um 1900: Ein brennender Dachstuhl einer alten Mühle, der von Spritzenmannschaften abgelöscht wird. Verschiedene Handdruckspritzen, fahrbare Holzleitern und Schlauchwägen zeigen einen Querschnitt der Feuerwehrtechnik Mitte des 19. Jahrhunderts. 

Sehr realistisch ist die Kriegszeit dargestellt. In den Trümmern eines eingestürzten Hauses steht ein demolierter Tragkraftspritzenanhänger. Auf ihm sitzt ein völlig erschöpfter Feuerwehrmann. Er hält sich die Hände vor die Augen, er weiß in der ausweglosen Situation nicht mehr weiter. Ein Szenenbild das sehr eindringlich zeigt, wie hart damals die Feuerwehren von den Fliegerangriffen mit betroffen waren. Der original nachgebildete Luftschutzkeller lässt den Besucher hautnah nachempfinden, was die Zivilbevölkerung während der Luftangriffe mitmachen mussten.

Die Aufgaben der Feuerwehr heute zeigen die vielfältigen Aufgaben einer modernen Feuerwehr. Ein nachgebildeter Verkehrsunfall zeigt dem Besucher eindringlich die Arbeit der Feuerwehren.

Der modern eingerichtete Multifunktionsraum kann sowohl als Kinoraum als auch für museumspädagogische Angebote oder als Seminarraum genutzt werden. Eine nachgebildete Werkskantine lädt den Museumsbesucher zum weiteren Verweilen nach seinem Museumsbesuch ein.