Das Isergebirgs-Museum Neugablonz

Isergebirgs-Museum Neugablonz

Das Isergebirgs-Museum Neugablonz zeigt rund 400 Jahre deutsch geprägte Kultur und Industrie in den drei Bezirken Gablonz, Reichenberg und Friedland. Es befasst sich mit den historischen Entwicklungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Vertreibung der Sudetendeutschen gipfelten.

Und es präsentiert mit Neugablonz und seinem Modeschmuck ein besonders prägnantes Beispiel des Neubeginns.

Ferdinand Porsche und der VW Käfer

Begegnen Sie bekannten Persönlichkeiten: Der Glasdesigner Claus Josef Riedel erklärt, warum ein Chianti aus einem Burgunderglas nicht schmeckt. Ein VW Käfer von 1954 weckt nostalgische Erinnerungen - sein Schöpfer Ferdinand Porsche stammt ebenfalls aus dem Isergebirge.

Otfried Preußler und sein Hotzenplotz

Der Schriftsteller Otfried Preußler erzählt, wie der Räuber Hotzenplotz zu seinem Namen kam. Er berichtet auch über Krieg und Gefangenschaft, Vertreibung und Neubeginn. Die museale Inszenierung eines Vertriebenenwaggons und die Wohnstube einer Vertriebenenfamilie vermittelt die Dramatik dieser Zeit.

Neubeginn aus Anfängen

Der erfolgreiche Neubeginn aus primitivsten Anfängen lässt sich an Schmuckstücken ablesen - von der Brosche aus Kartoffelteig bis zur extravaganten Gürtelschnalle für Marlene Dietrich.

Isergebirgs-Museum Neugablonz

Isergebirgs-Museum Neugablonz


Sonderausstellung "Franz Wurtinger: Aquarelle und Zeichnungen - Wilfried Wurtinger: Plastische Objekte"

Franz Wurtinger
  • Sonderausstellung im Obergeschoss des Isergebirgs-Museum
  • Vom 30. Juni bis 5. Oktober 2017 

Franz Wurtinger - Lehrer, Kunstpädagoge und Künstler - wäre 2016 100 Jahre alt geworden. In Erinnerung an ihn zeigt das Isergebirgs-Museum Neugablonz Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen. 

Franz Wurtinger wurde 1916 in Plan im Egerland geboren. Sein früh erkennbares künstlerisches Talent führte ihn 1936/37 an die Prager Kunstakademie. Im Anschluss daran arbeitete er als Lehrer in Nordböhmen. Krieg und Vertreibung verschlugen ihn zunächst nach Thüringen, dann nach Oberbayern.

Lehrer, Pädagoge und Dozent

Seit 1955 lebte Franz Wurtinger im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz. Hier kannten ihn die meisten vor allem als Lehrer: als Pädagogen an der Gustav-Leutelt-Schule, von 1969-79 auch als deren Rektor, sowie als Dozent in der Erwachsenenbildung. An der Volkshochschule Kaufbeuren, der Schwabenakademie Irsee, der Kunstschule in Neugablonz und anderen Einrichtungen eröffnete Wurtinger Kunstinteressierten den Zugang zu eigenen künstlerischen Aktivitäten. 

Franz Wurtinger war Zeit seines Lebens künstlerisch aktiv, nahm vor allem im Allgäer Raum an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen teil und konnte seine Arbeiten auch in Einzelausstellungen präsentieren, so in Graz, Regensburg, Augsburg, Gersthofen und in Pfaffenhofen an der Ilm. 

Bilder eines ganzen Lebens

Landschaftsauqarelle bilden den Schwerpunkt der Ausstellung in Neugablonz. Zu sehen sind Bilder aus allen Schaffensperioden: aus Kindheit und Jugendzeit, Porträts aus der Studienzeit in Prag und Ortsansichten, die unmittelbar nach dem Krieg in Thüringen und Oberbayern gezeichnet wurden.

In seinen sechziger Jahren beginnt Franz Wurtinger eine Reisetätigkeit, die ihn in verschiedene europäische Länder, wie Österreich, Italien, Jugoslawien und Spanien, später auch Frankreich, Irland, Ungarn und in seine alte Heimat nach Böhmen führt. Auch von diesen Reisen sind Impressionen in der Ausstellung zu sehen.

Daheim im Ostallgäu entstanden detaillierte Studien nach der Natur und zahlreiche schnelle Kompositionskizzen seiner neuen Heimat.  

Der Sohn Wilfried Wurtinger 

Wilfried Wurtinger, der Sohn, ergänzt die Ausstellung mit Objekten, kleinen Inszenierungen mit räumlich plastischen Charakter. Er nennt es Ideen und Zeichnungen im Raum. 

Wilfried Wurtinger, geboren 1949 in Oberbayern hat von 1955 bis 1969 in Neugablonz gelebt, also Kindheit und Jugend hier verbracht. Von 1970 bis 1975 folgte das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Franz Nagel, Thomas Zacharias und Friedhelm Klein. Er arbeitete als Kunstlehrer in Dillingen, Immenstadt und am Paul-Klee-Gymnasium in Gersthofen.

Seine eigenen künstlerischen Aktivitäten nahm er 1985 nach zehnjähriger Unterbrechung wieder auf: mit einer ersten gemeinsamen Ausstellung mit seinem Vater in Graz.

Als bildender Künstler ist Wilfried Wurtinger in den Bereichen Malerei, Handzeichung, Fotografie und plastischem Gestalten aktiv und war an etlichen Gemeinschaftsausstellungen beteiligt. Einzelausstellungen mit seinen Werken fanden in Friedberg, Gersthofen, München, Augsburg und Wien statt.

Franz Wurtinger


Isergebirgs-Museum Neugablonz
Bürgerplatz 1
87600 Kaufbeuren

Tel.:
08341 965018 08341 965018
Fax: 08341 65292

Täglich außer Montag von 14:00 bis 17:00 Uhr - Gruppen nach Vereinbarung auch außerhalb der Besuchszeiten

Eintritt 4,00 Euro - ermäßigt 2,50 Euro - Kinder unter 14 Jahren frei - Gruppenführungen nach Anmeldung 35,00 Euro zzgl. Eintritt - offene Führungen 3,00 Euro zzgl. Eintritt