Brunnen am Kemptener Tor

Brunnen Kemptener Tor

Bei dem Brunnen am Kemptener Tor handelt es sich um eine aufgeschnittene Granitkugel mit etwa 120 Zentimetern Durchmesser, aus der Wasser in eine kreisförmige Mulde fließt. Diese wird von einer kreisförmigen Granitplatte geschnitten, die etwas höher ist als der Rand der Vertiefung und die ein Zitat des Dichters Al Koni ziert. Die Inschrift lautet: "Das Wasser - ist es der Schatz der Erde? Oder ist es das Geheimnis des Himmels?" Vor dem Brunnen ist ein Vogel als Steinrelief dargestellt. Der Vogel ist das Wappentier der Technischen Schule der Luftwaffe 1.

Bei dem Brunnen handelt es sich um ein Geschenk der Stadt Kaufbeuren im Jahr 2007 an die Technische Schule der Luftwaffe 1 zu deren 50-Jährigen Bestehen. Eingeweiht wurde der Brunnen am Kemptener Tor, zu finden am nördlichen Eingang der Fußgängerzone am Zollhäuschen, im Jahr 2011.

Das Projekt kostete rund 50.000 Euro. Entworfen wurde der Brunnen von dem Münchner Künstler Manfred Mayerle, geboren 1939, der in Kaufbeuren neben diesem Brunnen unter anderem auch den  Brunnen am Crescentiaplatz kreiert, sowie vor über 45 Jahren die künstlerische Gestaltung der Sophie-La-Roche-Realschule übernommen hat.

Taukreuz am Kloster

Taukreuz

Das Taukreuz des Crescentiaklosters in Kaufbeuren, welches aus Eichenholz besteht, wurde im Jahr 2013 an der Klosterpforte angebracht. Die Kosten dafür übernahm das Kloster, welches selbst unter Denkmalschutz steht.

Das Tau ist ein Zeichen für den Segen des Franziskus, der folgendermaßen lautet: "Der Herr segne und behüte dich. Er zeige dir sein Angesicht und schenke dir den Frieden."

Der Künstler des Taukreuzes Detlef "Det" Blumberg ist im Jahr 1954 geboren. Seine Ausstellung aus dem Jahr 2017, die man in der Schweiz besuchen konnte, lautet: "Himmlische Weibsbilder".

Tänzelfestbrunnen

Tänzelfestbrunnen

Der Tänzelfestbrunnen wurde 1980 in der Schmiedgasse in Kaufbeuren mit der Inschrift "Gewidmet von Hans+Peter Dobler" erbaut.

Er bildet die Figur der Anna vom Hof, der Sage nach die Gründerin des Crestencia-Frauenklosters in Kaufbeuren, mit vier Tänzelfestkindern ab. Die Statuen sind aus Bronze gegossen. Im Inneren des Brunnens befindet sich Kopfsteinpflaster, die Umrandung des Beckens ist aus Kiesbeton. 

Errichtet wurde der Tänzelfestbrunnen zu Ehren des alljährlich stattfindenden historischen Kinderfestes, dem Tänzelfest. Die Künstlerin ist Marlene Neubauer-Woerner (1918-2010). Andere bekannte Werke von ihr sind zum Beispiel "Der große Engel vor der Basilika" in Ottobeuren.

Schmiedeeiserne Wirtshausschilder: Der Storch

Storch Wirtshausschild

Das Wirtshausschild "Der Storch" wurde zwischen 1760-1780 im Rosental 3 aufgehängt. Es ist ein Nasenschild, welches aus Blech besteht und mit Blattgold verziert wurde.

Darauf zu sehen ist ein Storch, welcher auf einem Bein steht. Unter diesem befindet sich ein kleineres Schild mit der Inschrift "Zum Storchen". Die Ornamente sind im Stil der Renaissance im Übergang zum Barock angefertigt worden.

Das Schild wurde 2016 von Susanne und Thomas Sensburg restauriert. Dabei wurde "Der Storch" sandgestrahlt und neu mit Blattgold überzogen. Die dabei entstandenen Kosten trugen die Pächter Sensburg und Yakup Özari.

Skulpturfragment am Weberhaus

Skulpturfragment Weberhaus

Das Skulpturfragment, eingelassen in die Südostecke des ehemaligen Weberzunfthauses, ist ein romanisches Steinbild. Es zeigt ein zwischen zwei Löwen hockendes Männlein, das einst eine Säule auf dem Kopf trug. Das um ca. 1200 angebrachte Fragment ist die älteste Skulptur Kaufbeurens und stammt vermutlich vom romanischen Portal der Kirche St. Martin.

Schraderdenkmal

Schraderdenkmal

In der Schraderstraße, neben der Grundschule "Schraderschule", befindet sich ein etwa ein Meter hohes Denkmal für Christoph Friedrich Schrader. Es handelt sich hierbei um eine Büste, die 1870 von Joseph Beyrer geschaffen und 1874 in Kaufbeuren aufgestellt wurde. Christoph Friedrich Schrader (1805-1868) war ein Kaufbeurer Kaufmann, dessen Vermächtnis es möglich machte, ein neues Krankenhaus in Kaufbeuren zu bauen.

Der Künstler dieses Denkmals - Joseph Beyrer (1839-1924) - der ein österreichischer Bildhauer des 19. Jahrhunderts war und zudem einige Jahre in Kaufbeuren gelebt hat, ist auch für die Vollendung von weiteren berühmten Werken sowohl in Kaufbeuren als auch in anderen Orten im Allgäu bekannt. Dazu zählt zum Beispiel die Steinfigur der Germania ebenfalls in Kaufbeuren.

Puccinelli-Brunnen

Pucinellibrunnen

Raimondo Puccinelli, ein italienisch-amerikanischer Bildhauer, gestaltete 1984 den nach ihm benannten Puccinelli-Brunnen. Dieser war eine Spende der Firma Dobler und schmückt seitdem die Altstadt Kaufbeurens in der Ludwigstraße.

Der aus Bronze gefertigte Brunnen stellt die Skulptur einer schwebenden Frau über dem Becken eines Brunnens dar. Sie wird oft auch als "Die Schwebende" bezeichnet. 

Das berühmteste Werk Puccinellis ist ein 16 Tonnen schwerer Panther aus schwarzem Diorit, der 1940 vor dem Salinas Junior College in Kalifornien, aufgestellt wurde und noch heute dessen Wahrzeichen ist.

Neptunbrunnen

Neptunbrunnen

In der Kaiser-Max-Straße in Kaufbeuren steht der prunkvolle Neptunbrunnen, der 1753 von dem Künstler Johann Wolfgang Schindel (1691-1774) entworfen wurde. 

Der Neptunbrunnen besteht aus der Statue des griechischen Meeresgottes Neptun, welche aus Kalkstein gemacht ist. Neptun blickt in die Richtung des Rathauses und stützt seine rechte Hand auf ein Schild mit dem Wappen der Stadt Kaufbeuren. Der griechische Gott steht auf einem vierseitigen Obelisken inmitten eines oktagonalen Beckens aus Marmor.

Die Inschrift des Brunnensauls auf der Seite, die zum Rathaus zeigt, besagt: "Unter der Aufsicht der Bürgermeister Ernst Tobias Hörmann von und zu Gutenberg und Matthäus Wegelin, sowie der Geheimen Räte Christoph Schmid und Johann Baptist Neth."

Auf der anderen Seite lautet die Inschrift: "Diesen Brunnen haben zur Zierde der Stadt, zum Besten der Bürger wieder hergestellt, schöner gebaut und dem öffentlichen Gebrauch gewidmet der Rat und das Volk von Kaufbeuren im Jahr nach Christi Geburt 1753." Es handelt sich bei beiden um lateinische Inschriften.

In der Weihnachtszeit wird der Brunnen zum größten echten Adventskranz der Welt mit echten Wachskerzen.

Modell der Altstadt

Modell der Stadt

Neben der Sparkasse am Salzmarkt, gegenüber des Weberhauses steht das Modell der Altstadt Kaufbeuren. Das Bronzemodell wurde im Oktober 2008 aufgestellt und von der Sparkasse gestiftet, um vor allem Blinden und sehbehinderten Menschen die Möglichkeit zu geben sich eine Vorstellung der Stadt Kaufbeuren samt seinen Sehenswürdigkeiten zu machen. 

Es wurde durch das Wachsausschmelzverfahren von Egbert Broerken hergestellt. Der Deutsche Bildhauer, welcher 1950 in Hovestadt geboren ist, ist vor allem für Stadtmodelle für sehbehinderte und blinde Menschen bekannt. Bis 2012 hat er rund 80 Innenstädte und Einzelobjekte, wie Kirchen und Klöster, als Miniaturversion in Bronze gegossen.

Infotafel zum Maximilian-Fresko

Maximilianfresko

Bei der Infotafel zum Maximilian-Fresko handelt es sich um eine Glastafel, welche in der Sparkassenpassage in der Kaiser-Max-Straße hängt.

Die Tafel zeigt zehn Personen mit fünf Pferden, von denen zwei eine Kutsche ziehen. Eine der Personen stellt Kaiser Maximilian den Ersten (1459-1519) dar. Er schloss 1494 ein Bündnis mit den Königen Spaniens, durch welche er den Grundstein für die spätere Weltgeltung des Hauses Habsburg legte.

Das Fresko wurde 1952 von Erich Marschner (1911- 1983) mit Farbe auf Kalkputz gemalt und vermutlich zu Ehren des Kaisers angebracht. Ein anderes Werk des Malers ist zum Beispiel die Bemalung des Ulmer Tors in Memmingen.

Mann mit Haube

Mann mit Haube

"Der Mann mit Haube", auch "nackter Mann" genannt, zählt wohl zu den bekanntesten Denkmälern der Stadt Kaufbeuren. Die bronzene Figur eines Kriegers, dessen rechter Fuß auf einem Helm ruht, wurde von Moritz Pfeiffer geschaffen und wie auf der Inschrift zu lesen ist "ZUR ERINNERUNG AN DEN GLORREICHEN KRIEG UND DIE ERRICHTUNG DES DEUTSCHEN REICHES 1870-1871" errichtet.

Platziert wurde er 1911 auf einem Tuffsteinpostament. Seither dient er als Treffpunkt vieler Kaufbeurer, insbesondere zur Tänzelfestzeit, zu der man von dort aus hervorragend den verschiedenen Gruppen des Umzuges zujubeln kann.

Lebensbausteine

Lebensbausteine

Die "Lebensbausteine" der Stadt Kaufbeuren befinden sich im Spitalhof der Innenstadt. Die Pflastersteine sollen an überregional bekannte Personen aus Kaufbeuren erinnern.

Die 40 mal 40 Zentimeter großen Steine sind über den ganzen Platz verteilt und informieren über Lebensdaten, sowie über die Berufe der bekannten Persönlichkeiten. Dazu zählen zum Beipiel Jörg Lederer (1470-1550), ein deutscher Holzbildhauer, die hl. Crescentia Höss (1682-1744), die ihr Leben der Kirche gewidmet hat und dann Oberin im Kloster der Franziskanerinnen war, Sophie von La Roche (1730-1807), die in Kaufbeuren geboren wurde und erste deutsche Schriftstellerin war und Hans Liebherr (1915-1993), der den Turmdrehkran erfunden hat und die Firma Liebherr gegründet hat.

Die Gedenktafeln wurden am 12. Juli 2008 zu Ehren der Personen in den Boden eingelassen.

Erostische Damen

Erostische Damen

Die "Erostischen Damen" sind eine Brunnenskulptur am Hafenmarkt in Kaufbeuren. Sie sind 4,5 Meter hoch und zwei Tonnen schwer. Das Material ist sechs bis acht Millimeter starkes unbehandeltes Stahlblech.

Gezeigt werden drei sich räkelnde Frauen, von denen zwei Rücken an Rücken sitzen und eine Dritte in die Höhe heben. Vier dünne Wasserstrahle bespritzen die Skulptur. Am Rande des Platzes befindet sich ein "Voyeur", die Figur eines Mannes, der hinter einer Wand kniet und durch ein Loch mit Wasservorhang auf die drei Frauen blickt. 

Die Skulptur wurde am 1. Juli 2000 aufgestellt, um den leeren, neu sanierten Hafenmarkt zu verschönern. Gestiftet wurden die "Erostischen Damen" von Hermine Pohl. Der Künstler ist Peter R. Müller, der 1944 in Niedergörsdorf in Brandenburg geboren wurde. Er arbeitet seit 1975 als freischaffender Künstler in Irsee. Das Denkmal ist eine historische Anspielung auf die einstige Badeanstalt am Hafenmarkt. Die Kaufbeurer nennen die Skulptur liebevoll "Erotische Damen".

Drei Kinder

Drei Kinder

Die Skulptur "Drei Kinder", oft auch als "Familienpyramide" bezeichnet, ist ein Werk des Künstlers Roland Friederichsen und befindet sich seit 1986 in der Schraderstraße 7 in Kaufbeuren.

Auf einem etwa 15 Zentimeter runden Bronzesockel thront eine circa 2,5 Meter hohe Bronzeskulptur, welche wiederum auf einem circa 40 Zentimeter hohen quadratischen Betonsockel ohne Inschrift steht.

Dargestellt sind drei Kinder. Eines steht dem Ältesten auf den Schultern und wird von ihm mit der rechten Hand gestützt. Das Jüngste, noch ein Kleinkind, sitzt dem zweiten Kind auf den Schultern und wird von ihm an der linken Hand gehalten. Die rechte Hand hält es gestreckt nach oben, als wolle es grüßen oder winken. Sein Gesichtsausdruck ist entspannt und freundlich.

Weitere Werke des Künstlers Roland Friederichsen sind zum Beispiel der 1971 in Bogenhausen errichtete Baumbrunnen sowie der Brunnen "Jonas mit dem Walfisch", der sich seit 1989 ebenfalls in Bogenhausen befindet. Sehr bekannt sind auch die im Münchner Arabellapark stehenden Nashörner, die 1984 von Friederichsen gestaltet wurden.

Friedsäule

Friedsäule

Die Friedsäule an der Füssener Straße in Kaufbeuren ist eine viereckige Steinsäule, die etwa 180 Zentimeter hoch ist. Sie trägt eine Tafel mit der Inschrift "Friedsäule der Reichsstadt Kaufbeuren gesetzt 1337" und besteht aus Tuffstein, einem verfestigten vulkanischen Eruptivgestein.

Ihre Geschichte geht auf eine im Jahr 1337 geschlossene Vereinbarung zwischen Ammon Volchmar von Schwartzenburg und der Stadt Kaufbeuren zurück. Ziel war es, durch drei gesetzte Friedsäulen den Rechtsbereich der Stadt kenntlich zu machen. Die drei Friedsäulen, die an den Ausfallstraßen Kaufbeurens standen, symbolisierten die Grenzen für den Bereich, in dem der sogenannte Burgfrieden herrschte. Bürger, die nach einem Rechtsbruch der Stadt verwiesen wurden, durften diesen Bereich nicht mehr betreten.