"Das Geheimnis"

Das Geheimnis

Die leicht rötliche Betonplastik "Das Geheimnis" war einen Meter hoch und steht auf einem 50 Zentimeter hohen Granitsockel ohne Inschrift. Ihr Standort war in der Turnerstraße 2 auf dem Gelände der Gustav-Leutelt-Schule.

Dargestellt sind zwei kleine Buben in Leder­hosen, von denen der Kleinere den Größeren um die Schulter fasst und ihm etwas ins Ohr flüstert. Dieser hört ihm mit den Händen in den Hosentaschen lächelnd zu.

Das von Hanne Wondrak (1909-1992) ge­schaffene Werk wurde in den 1960er Jahren von ihr gestiftet und bei der Leutelt-Schule aufgestellt. Modell dafür standen ihre beiden Neffen. 

Im November 2013 wurde die Skulptur Opfer eines Akts von Vandalismus und im Februar 2014 unwie­derbringlich "entsorgt". Heute erinnert nur noch eine Infotafel daran.

Andere Arbeiten der Künstlerin sind zum Beispiel das Vertrie­benendenkmal gegenüber der Herz-Jesu-Kirche oder der Entenbrunnen bei der Adalbert-Stifter-Schule.

Vertriebenendenkmal

Vertriebenendenkmal

Das Vertriebenendenkmal ist eine Skulptur aus Bronze in der Sudetenstraße in Neugablonz. Sie stellt eine Frau und einen Mann, der ein kleines Kind auf dem Arm hält, dar. Die Figuren stehen auf einem Stein, welcher die Inschift „1945“ trägt. Dies soll an die Vertreibung der Sudetendeutschen aus Gablonz 1945 erinnern.

Das Denkmal wurde 1963 aufgestellt und ist von der Bildhauerin Hanne Wondrak (1909-1992) gefertigt worden. Ein anderes Werk von ihr ist „Das Geheimnis“, das ebenfalls bis 2013 in Neugablonz zu sehen war.

Huschka-Gedenkstein

Huschka-Gedenkstein

Mitten auf dem Neuen Markt in Neugablonz steht seit 2003 der "Huschka-Gedenkstein". Platziert wurde der Felsblock hier, ebenso wie die 1997 gepflanzte Buche, zu der er gehört, zu Ehren von Erich Huschka, dem sogenannten "Gründer von Neugablonz".

Grund dieser Widmung war die Dankbarkeit der Bewohner für Huschkas unermüdliche Tatkraft, durch die der Grundstein für das heutige Neugablonz gelegt wurde. Auf einer brozenen Plakette kann man neben einem Portrait Huschkas und dessen persönlichen Daten die Inschrift lesen:

„DIE ALS NEUGABLONZ MIT DER HERSTELLUNG VON SCHMUCKWAREN BEKANNTGEWORDENE INDUSTRIESIEDLUNG ENTSTAND 1946 HIER AUF DEM TRÜMMERFELD EINER ERSTÖRTEN SPRENGSTOFF-PRODUKTIONSSTÄTTE. AUFGEBAUT VON MENSCHEN AUS DEN RÄUMEN GABLONZ A.N., AUS DEM SIE VON DEN TSCHECHEN VERTRIEBEN WURDEN. IN DIE STADT KAUFBEUREN ALS EIGENER ORTSTEIL EINGEGLIEDERT, ERHIELT DIE SIEDLUNG 1952 DEN NAMEN KAUFBEUREN-NEUGABLONZ ANPFLANTZUNGS- UND VERSCHÖNERUNGSVEREIN NEUGABLONZ 2003"

Isergebirgsbrunnen

Isergebirgsbrunnen

Der Isergebirgsbrunnen" befindet sich in Neugablonz am Neuen Markt. Dort wurde er 1986 vom Anpflanzungs- und Verschönerungs-Verein Neugablonz aufgestellt. Dieser Brunnen wurde aus Sudeten-Granit gefertigt.

Der Granitblock stammt aus Gränzendorf bei Gablonz und ist ein echter Isergebirgsgranit. Rechts neben dem Brunnen befindet sich ein weiterer Stein mit den genannten Angaben zum Brunnen. Der Isergebirgsbrunnen soll an die Flüsse Neiße, Iser, Desse und Kamnitz, des Isergebirges erinnern.

Rüdigerbrunnen

Rüdigerbrunnen

Der Rüdigerbrunnen steht vor der Herz-Jesu-Kirche in Neugablonz und ist wohl eines der bekanntesten Denkmäler in Neugablonz. Er wurde zur Erinnerung an die Vertreibung der Bewohner aus Jablonec (Gablonz) aufgestellt.

Der Brunnen besteht aus einem Brunnenbecken mit Sockel, auf dem eine Statue von Rüdiger von Bechelaren aus den Nibelungensagen steht. Dieser hält ein Schwert in der Hand und betet. Während der Sockel aus Granit ist, ist die Statue aus Bronze.

Ein Teil des Brunnens stand in dem Ort Jablonec im heutigen Tschechien und wurde 1970 dann in Neugablonz aufgestellt. Die Kosten, die sich auf rund 140.000 Euro beliefen, konnten durch verschiedene Spender finanziert werden. 

Der Brunnen wurde von Franz Metzner erbaut, der 1879 in Wscherau (Tschechien) geboren wurde. Er war ein österreichischer Steinmetz und Bildhauer und arbeitete an verschiedenen Projekten, wie auch an Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

Wappenbaum am Bürgerplatz

Wappenbaum

Der Baum befindet sich auf dem Bürgerplatz Neugablonz, vor dem Gablonzer Haus. Auf dem Baum befinden sich 34 Wappenschilder aller Gemeinden aus dem Kreis Gablonz an der Neiße und weiterer sudetendeutscher Städte. 1980 wurde der Wappenbaum von der Initiative Neugablonz aufgestellt.

Ursprünglich war es eine Holzkonstruktion, die jedoch bei einem Sturm 1986 umfiel. Daraufhin wurde ein verzinkter Mast statt der Holzkonstruktion aufgestellt, welcher durch Spenden finanziert wurde.

Da die Wappen wetterbedingt nicht mehr standsicher waren, mussten diese instandgesetzt und restauriert werden. Abgebaut wurde der Baum im November 2014. Restauriert wird er von der Künstlerfamilie Schicht aus Germaringen. Eigentümer war die "Initiative Neugablonz", die jedoch die Kosten für die Instandsetzung nicht aufbringen konnte. Daher erklärte sich die Stadt Kaufbeuren bereit, den Wappenbaum in ihr Eigentum zu übernehmen. Gelagert wird er in der ehemaligen Schlosserei vom Gablonzer Siedlungswerk.